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Ein weiterer Erlebnisbericht zum 13. Februar 2008 |
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Nachdem bei einem Trauermarsch am Abend des 13.Februar, zu dem ein lokales Bündnis geschichtsbewusster junger Menschen aufgerufen hatte, bereits über 1.000 Teilnehmer in Dresden den zahllosen Bombenopfern gedacht hatten, kamen zur Gedenkveranstaltung, zu der die JLO und befreundete Organisationen eingeladen hatten, am 16.02.2008 über 6.000 Teilnehmer aus Deutschland und dem europäischen Ausland in die 1945 so leidgeprüfte Stadt.
Versammlungsort war wie in den Vorjahren der Platz hinter der Semperoper. Etwa 14:15 begann die Auftaktkundgebung - etwas verspätet, wie bei Veranstaltungen dieser Größenordnung kaum vermeidbar. Den Auftakt gestaltete der bekannte Berliner Liedermacher Jörg Hähnel mit Liedern und Redebeiträgen, die die Teilnehmer sehr gut auf das Gedenken an die schrecklichen Ereignisse vor 63 Jahren einstimmten. Anschließend ergriff der Düsseldorfer Rechtsanwalt Björn Clemens, Vorstandsmitglied der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland, das Wort. Er führte gut nachvollziehbar aus, wer wirklich die jüngere Geschichte verfälscht und instrumentalisiert, gerade auch im Zusammenhang mit den Terrorangriffen auf Dresden. Kurz vor 15:00 begann der Schweigemarsch unter den Klängen von Trauermusik, wurde aber schon nach wenigen Minuten von der Polizei wieder aufgehalten, weil angeblich Auflagen bzgl. der Marschordung nicht eingehalten worden seien. An der Semperoper vorbeigezogen überquerte der lange und eindrucksvolle Zug zum ersten Mal die Elbe auf der Augustusbrücke. Auf der Neustädter Seite riefen kleinere Gruppen von Linksextremisten dümmliche und die Bombenopfer verhöhnende Parolen, wurden aber eisern ignoriert. Nach einer weiteren kurzen Unterbrechung durch die Polizei wurde die Elbe in der abendlichen Sonne erneut überquert, diesmal auf der Marienbrücke. Der Trauerzug zog dann diszipliniert am Landtag und Zwingerteich vorbei Richtung Postplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Hauptredner war hier Udo Pastörs, der bekannte Politiker aus Mecklenburg-Vorpommern, der in seiner rhetorisch exzellenten, aber vielleicht etwas zu langen Rede gerade rückte, was Siegergeschichtsschreibung, Umerziehung und „political correctness“ an historischen Verdrehungen, Relativierungen und Verfälschungen in die Welt gesetzt haben bezüglich des Bombenterrors und seiner Vorgeschichte. Dann folgen die Grußworte der Delegationen aus dem europäischen Ausland, besonders beeindruckend die Ausführungen eines Engländers. Er betonte, dass Churchill nicht nur ein Kriegsverbrecher, sondern auch Kriegshetzer wäre, der das englische Volk gegen dessen Mehrheitswillen in den Krieg mit Deutschland getrieben habe. Mit dem Absingen des Deutschlandliedes endete die Veranstaltung. Damit war es erneut gelungen, den zahllosen Frauen, Kindern, Greisen und anderen Opfern der verbrecherischen und menschenverachtenden Bombenangriffe vom Februar 1945 in angemessener und disziplinierter Art und Weise zu gedenken. Auch deutsche Opfer verdienen ein würdevolles Gedenken! Wer war an diesem 16. Februar noch in Dresden unterwegs? 1) Etwa 2200 Polizisten. Jeder Augenzeuge der friedlichen JLO-Veranstaltung weiß, dass wegen des disziplinierten Trauermarsches kein einziger Polizist nötig wäre, Gewalt geht stets nur von den linken Gegendemonstranten aus. 2) Nach Polizeiangeben 2500 linkslastige Gutmenschen, von der lokalen Presse auf 6000 hochgejubelt. Es wäre ja auch zu blamabel, trotz größtmöglicher medialer Unterstützung weniger Menschen mobilisieren zu können als die „bösen Nazis“. Warum aber diese Gutmenschen stundenlang die Carolabrücke blockierten, weiß wohl niemand. 3) Wohl an die 1000 gewaltbereite „Antifaschisten“, die zwar den Trauermarsch nicht nennenswert beeinträchtigen konnten, aber wie immer negativ auffielen durch menschenverachtende Parolen („Harris, do it again“), durch Gewalt an Sachen (Verwüstung eines Kleidergeschäfts, „Entglasung“ von Autos und Bussen) und Personen (Zusammenschlagen einzelner vermeintlicher „Rechter“ außerhalb der Gedenkveranstaltung). |
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 14. Februar 2010 )
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