Die Liebe zu den schönen Dingen... Youtube hat einen neuen „Star” hervorgebracht. Millionen Menschen schmunzeln inzwischen auf YouTube über den tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus, der auf einer Pressekonferenz in Chile zuerst einen bereitliegenden Füller aus Lapislazuli bewundert und diesen dann so unauffällig wie möglich in seiner Rocktasche verschwinden läßt. Ohne zu ahnen, daß eine indiskrete Kamera ihm dabei genau auf die Finger schaut...
Für Kenner ist die diebische Freude des Präsidenten an schönen Dingen freilich keine Überraschung. Hat diesmal nur ein edler Füller ungefragt den Besitzer gewechselt, waren es vor 66 Jahren 11.200 Industriebetriebe, 55.000 Gewerbebetriebe, 125.000 bäuerliche Betriebe und 200.000 Einfamilienhäuser im Wert von über 100 Mrd. DM (vgl. Felix Ermacora, Rechtsgutachten über sudetendeutsche Fragen, 1991), die über Nacht der Habgier eines präsidialen Vorgängers zum Opfer fielen. Seit Edvard Beneš 1945 mit einem Federstrich die gesamte Habe der angestammten deutschsprachigen Bevölkerung des Sudetenlandes entschädigungslos konfiszierte und dann 3,2 Millionen Altösterreicher als rechtlose Bettler aus dem Land jagte, besteht rund ein Drittel des heutigen Nationalvermögens der Tschechischen Republik aus widerrechtlich angeeignetem Besitz. Vaclav Klaus gilt als härtester Verfechter der von Edvard Beneš hinterlassenen Dekrete, die trotz Aufnahme seines Landes in die „Wertegemeinschaft EU“ bis heute Massenvertreibung und Jahrhundertraub „legalisieren“ und tausendfachen Mord zur Staatsräson erklären. In Chile hat ihn ein schöner Füller als gelehrigen Schüler seines Meisters entlarvt. Dr. Gerd Kleining, Salzburg |
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Letzte Aktualisierung ( 17. April 2011 )
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