Artenschutz Aussterbende Arten in der Tier- und Pflanzenwelt, das ist das Thema, mit dem Politik gemacht und von dem tatsächlichen Sterben der Menschheit abgelenkt wird. Während die „Hufeisennasenfledermaus“ an der Elbe oder ein seltener Käfer im Stuttgarter Schloßgarten tausende Menschen zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Tiere auf die Straße treibt, bleibt das gezielt angelegte „Artensterben deutscher Volksgruppen“, wie das der Schlesier, Pommern, Ostpreußen und der Sudetendeutschen, eine unbedeutende gesellschaftliche Angelegenheit.
Natürlich könnte man entgegnen, mit dem Aussterben dieser Volksgruppen sterben doch die Menschen nicht aus, aber ebenso sterben mit einem Käfer oder einem Vogel nicht alle Käfer oder alle Vögel aus, es ist aber, wie bei den Menschen, immer eine Art, die ausstirbt. Es ist egal, ob Tier, Pflanze oder Mensch. Mit den Schlesiern, Pommern, Ostpreußen und Sudetendeutschen sterben unwiederbringliche Eigenarten wie Dialekte, Lebensarten, heimatverbundene Kulturen und der dazugehörende Lebensraum für alle Zeiten aus. Und die als Artenschützer auftretenden Gutmenschen begleiten dieses menschliche Artensterben nicht mit Betroffenheit, sondern mit Wohlwollen und Beifall für die Artenvernichter menschlicher Artenvielfalt. Es sind nicht selten die „Bunten Vögel“ der heutigen Gesellschaft, die infolge ihrer Lebensart naturgesetzlich keine Nachkommen zeugen können oder wollen, aber glauben, der vom Aussterben bedrohten eigenen Art, eifrig auf ihre Weise dienen zu müssen. Sie lassen andere den von ihnen verweigerten Nachwuchs zeugen oder sehen sich befugt, den mangelnden staatserhaltenden menschlichen Nachwuchs von importierten „hochqualifizierten Nachwuchszeugern“ aus dem weltweiten Angebot produzieren zu lassen. Doch zur Arterhaltung gehört grundsätzlich die eigene Fortpflanzung. Wer dies ignoriert, muß sich nicht wundern, wenn der menschliche Artenschutz, wie am Beispiel der Schlesier, Pommern, Ostpreußen und der Sudetendeutschen, besonders von denen mißachtet wird, die diesen Grundsatz mit ihrer eigenen Lebensart ignorieren. Tiere und Pflanzen vor menschlicher „Vernichtungswut“ zu schützen, kann nur glaubwürdig sein, wenn nicht gleichzeitig den vom Aussterben betroffenen artverschiedenen Volksgruppen das Recht verweigert wird, sich, wie im Falle der vertriebenen Deutschen, gegen ihre Vernichtung wehren zu dürfen. Herbert Jeschioro *Breslau/ Deutschland 19. Oktober 2010 |