JLO nimmt an Gedenkfeier des ZvD teil Anläßlich des 5.Jahrestages der Einweihung eines Gedenksteines, lud der Vertriebenendachverband ZvD am 11.07.2010 nach Zodel an das Ufer der Neiße, um eine Gedenkveranstaltung abzuhalten, mit der an den Beginn der „wilden Vertreibungen“ nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert werden sollte.
Bei brütender Hitze mit Temperaturen bis 36°C trafen sich Jugend und Erlebnisgeneration, um der Welt zu zeigen, daß die Würde des Menschen, trotz würdeloser Umgangsformen mit den deutschen Austreibungsopfern, unantastbar ist. 
In einem angemieteten Saal, der mit Blumen und Fahnen prächtig ausgeschmückt war, eröffnete der ZvD-Vorsitzende Herbert Jeschioro mit einem emotionalen Redebeitrag die Veranstaltung. Nach verschiedenen Wortmeldungen von Vertretern der Erlebnisgeneration, gab es eine lebhafte Diskussion zum Umgang der Bundesregierung mit den Forderungen der Vertriebenen nach dem „Recht auf Heimat“ und der Anerkennung der Vertreibung der Deutschen als völkerrechtswidriges Verbrechen. 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen wartete bereits die eingespannte Pferdekutsche, um die Teilnehmer hinaus an das Ufer der Neiße zum Gedenkstein zu bringen. Dort fand dann eine würdevolle Ehrung der Opfer der Vertreibung statt. Zu den ergreifenden Klängen einer einzelnen Trompete senkten sich die Fahnen, um den Toten die entsprechende Ehrung zuteil werden zu lassen. Danach sangen die Vertreter der Jugend zwei Heimatlieder aus dem deutschen Osten. Mit der im Schatten wartenden Kutsche ging es dann zum Veranstaltungssaal zurück. Dort wartete bereits Kaffee und Kuchen auf die Teilnehmer. Nachdem sich alle gestärkt hatten, war es nun an der Jugend, ihren entsprechenden Beitrag zu leisten. Der Vertreter der JLO spannte in seiner kurzen aber prägnanten Ansprache den Bogen von der ersten Besiedlung des deutschen Ostens bis zu den Freiheitskämpfern der Freikorps, welche nach dem ersten Weltkrieg ihren Einsatz zur Befreiung des Schlesischen Annaberges brachten. Damals wie heute war es die Jugend, die für Deutschlands Ehre und Freiheit aufstand bzw. aufsteht. So sprach er von der heutigen Jugend als Freikorps des Geistes, welche aus der Ehrung derer, die damals ihr Leben gaben, ihre Verpflichtung zur Weiterführung des Kampfes mit den Waffen des Geistes erhält. Gemeinsam mit den Freunden der Schlesischen Jugend, gestaltete die JLO-Singegruppe danach ein stimmiges Kulturprogramm, bei dem den Vortragenden die Herzen der Zuhörer zuflogen. 
Mit dem Singen der, nun offiziellen, ZvD-Hymne „Die Gedanken sind frei“, endete eine rundum gelungene Veranstaltung. Unser Dank gilt den Veranstaltern für die hervorragende Organisation. |