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Vorbereitungskreis „Dresden 2011“ nimmt Arbeit auf
1994 thematisierte die JLO erstmals den „13. Februar“ und die damit verbundene Zerstörung Dresdens, um auf den alliierten Massenmord hinzuweisen. "1000 Schritte für Dresden" hieß die damalige Aktion, aus der Ende der 90er Jahre der JLO-Trauermarsch wurde. Im Verlauf der letzten 12 Jahre gelang es, in Dresden die größte nationale Veranstaltung zu etablieren. 2009 war der bisherige Höhepunkt erreicht, als über 7000 Menschen vom Hauptbahnhof aus in Richtung Dresdner Innenstadt zogen. Die Radikalinskis vom „linken Ufer“ wurden durch die Polizei sauber von unserer Veranstaltung ferngehalten, Blockadeversuche im Keime erstickt. Durch unsere eigene Ästhetik und Disziplin wurden wir so auch für den Dresdner „Normalbürger“ immer interessanter. Er sah ja auch eindeutig, von wem die Gewalt ausging. Randalierende Horden, die auf Dresdens Straßen bürgerkriegsähnliche Ausschreitungen inszenieren, sind nun mal nicht jedermanns Geschmack. Dies spiegelte sich auch in den Gerichtsurteilen wider, die der Versammlungsbehörde Dresdens auch wärmstens empfahlen, linke Demonstrationen, von denen erwartungsgemäß die Gewalt ausgeht, zu verbieten bzw. mit polizeilichen Maßnahmen im Vorfeld klein zuhalten. Wie wir alle am 13. Februar 2010 erfahren durften, gelten in Dresden augenscheinlich weder Recht noch Gesetz. Der Staat hat sich an diesem Tag selbst demaskiert und demontiert. Er brach sein eigenes Grundgesetz und führte bundesrepublikanische Gerichte ad absurdum! Um unsere Erfahrungen vom 13. Februar 2010 aufzuarbeiten, setzten wir uns in Dresden mit verschiedenen Gruppen zusammen an einen Tisch. Dabei wurden Stärken und Schwächen der Vorbereitung, Organisation und Durchführung der diesjährigen Veranstaltung analysiert. Hierbei wurde auch erkannt, daß vor allem durch gegenläufige Einschätzungen am 13. Februar 2010 der Ablauf teilweise nicht mehr selbst bestimmt werden konnte. Jedoch sind wir uns alle einig, daß der Angriff der Polizeiverantwortlichen, Hand in Hand mit antideutschen Kräften, nicht allein gegen die Veranstaltung der JLO gerichtet war, sondern gegen die Freiheitsrechte aller Deutschen. Aus diesem Grund ist es kontraproduktiv, mit dem Finger auf Einzelne zu zeigen, sondern hier und jetzt gilt es, gemeinsam unsere Rechte und Freiheiten zu erkämpfen. Auf Anregung verschiedener Anwesender wurde beschlossen, einen Arbeitskreis zu bilden, der sich ausschließlich mit der Vorbereitung und Planung der Gedenkveranstaltung 2011 befaßt. So gelang es der JLO, starke Partner zu gewinnen, die ihre Erfahrungen und Fähigkeiten einbringen, damit uns das Heft des Handelns nicht mehr aus der Hand genommen werden kann. Eine enge Zusammenarbeit gibt es vor allem verstärkt mit dem „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ den JN in Sachsen, mehreren Rechtsanwälten sowie verschiedenen freien Gruppierungen. Nähere Informationen zum Gedenkmarsch im Jahre 2011 werden zu gegebener Zeit veröffentlicht. Hauptaugenmerk des Arbeitskreises wird es vor allem sein, Strategien zu prüfen und zu entwickeln, die eine Verhinderung der Gedenkveranstaltung in Dresden unterbinden. Es wurde eine starke Allianz geschmiedet, deren Parole für 2011 lautet: „Jetzt erst recht! Dresden, wir sind bereit!“ Dresden, im Februar 2010 |